Foto: Gerhard Lück

500 Jahre alte Pietà restauriert

Von Gerhard Lück, Mo, 05. August 2019, Kirchzarten

Förderverein Himmelreich-Jakobusweg ist zehn Jahre alt und feiert dies mit einem Festakt.

KIRCHZARTEN. Seit dem Jahre 930 pilgern Menschen auf dem Camino zum Grab des Heiligen Apostels Jakobus nach Santiago de Compostela im spanischen Nordwesten. Als vor fünfzehn Jahren das Hofgut Himmelreich als integrative Einrichtung mit neuem Leben erfüllt wurde, kamen Mitstreiter des ehemaligen Diakonie-Kreisgeschäftsführers Jürgen Dangl – angeregt durch die auf dem Gelände stehende Jakobuskapelle – auf den Gedanken, nach einem Jakobus-Pilgerweg durch die Region zu forschen.


Das Camino-Pilgerweg-erfahrene Ehepaar Anne und Erhard Trotter fand auf einer alten französischen Landkarte mit europäischen Pilgerwegen tatsächlich einen Weg, der von Krakau quer durch Deutschland über die Baar, Himmelreich, Freiburg nach Basel führte. Bei Jürgen Dangl und dem Ehepaar Trotter hatte dies zur Folge, dass sie sich Weggefährten beim Schwarzwaldverein suchten und nach Rücksprache mit 29 Gemeinden und dem Forst eine Pilgerstrecke von Hüfingen bis nach Weil am Rhein über 165 Kilometer festlegten. Um dieses Projekt umsetzen zu können, gründeten sie vor zehn Jahren, am 25. Juli 2009, den "Förderverein für den Himmelreich-Jakobusweg e. V."

 

Auch Menschen mit Handicap können den Weg nutzen


Am Freitagnachmittag trafen sich nun viele Jakobusweg-Freunde im Hofgut Himmelreich, um dieses Jubiläum zu feiern. Mit dabei waren auch Kirchzartens Bürgermeister Andreas Hall und Buchenbachs Bürgermeister Harald Reinhard. Der aktuelle Vereinsvorsitzende Georg Körner schilderte die Entstehungsgeschichte und verwies voller Stolz darauf, dass der Himmelreich-Jakobusweg jetzt auch für Menschen mit Handicap als "rollstuhlgerechter Weg für alle" begangen werden könne. Neu erschienen sei neben vielen Faltblättern auch die komplette Wegbeschreibung. Er dankte den ehrenamtlichen Wegewarten: "Ohne Euer Engagement gäbe es den Weg nicht."


Bürgermeister Andreas Hall, der auch für seinen Kollegen Reinhard sprach, meinte schmunzelnd: "Wir teilen uns das Himmelreich, die Gleise sind die Grenze." Sie seien stolz auf den Pilgerweg. Hall lobte das umfangreiche Jahresprogramm des Fördervereins und überreichte eine Spende für die gute Arbeit.

Für die Badische Jakobusgesellschaft gratulierte Präsidiumsmitglied Norbert Hollenkamp. Pfarrer Friedrich Geyer und Diakon Bernhard Stoffel-Braun sprachen Segenswünsche und betonten, dass Gott die Menschen in Bewegung bringe und das Pilgern auf dem Jakobusweg das Leben entschleunige.

Höhepunkt des Festaktes war in der Jakobuskapelle die Enthüllung der auf Veranlassung vom Förderverein durch Klaus Hog aus St. Märgen restaurierten Pietà. Die laut Pfarrer Franz Kern gegen Ende des 15. Jahrhunderts geschaffene Darstellung von Maria mit dem vom Kreuz abgenommenen Gottessohn sei von einem oberrheinischen Bildhauer geschaffen und bilde mit der Jakobusfigur einen religiösen Kunstschatz im Hofgut Himmelreich. Für Musik beim Festakt sorgten Chris Zimmermann, Thomas Schweizer und Konny Goldschmidt.

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